Der 1. Tag vom Kongress "Chaos & Ordnung" 2016 | Dieter-Broers.de

Kongress ’Chaos & Ordnung’‚Wien, Sophiensäle, 17./18. September 2016

Chaos und Ordnung – so der Titel des Kongresses – sind komplementäre Begriffe, sie erklären sich also gegenseitig. Jeder hat eine gewisse oder auch vage Vorstellung, was sie bedeuten. Interessant ist die etymologische Wurzel von Chaos: Sie zeigt, dass dieser Ausdruck mit Kluft, Abgrund, gähnende Leere verwandt ist. Die Verwandtschaft mit Nichts wird augenfällig. Im Verlauf des Kongresses tauchte dieses Nichts – von Hindus und Buddhisten mit Shunya, und von den alten Chinesen als Tao bezeichnet – immer wieder auf, wie das Leitthema einer Symphonie. Und ja, man muss es gleich zu Anfang deutlich aussprechen: diese Veranstaltung mit – wie Dieter Broers es im Vorwort des Programmheftes ausdrückte – 15 „Repräsentanten des Erwachens“ glich einer orchestrierten Darbietung. Nicht dass hier im Hintergrund jemand kontrolliert die Fäden gezogen hätte, vielmehr erlebten die über 700 Besucher eine wundersame harmonische Fügung aus dem Geist der spontanen Kohärenz. Jedenfalls, wenn es denn eine verborgene Absicht gegeben haben soll, so ging eine solche nicht von der Ego-Ebene aus, sondern sie würde jenseits der Kausalbeziehungen wurzeln. Der Psychologe Carl Gustav Jung sprach vom synchronistischen Prinzip.

1. Tag

dieter-broers-kongressDen Auftakt gestaltete Dieter Broers in seinem einführenden Vortrag „Der gegenwärtige Wandlungsprozess“. Der bekannte Biophysiker, Bewusstseinsforscher und Philosoph stimmte das Publikum auf die zu erwartenden, die herkömmliche Wissenschaft transzendierenden beiden Kongresstage ein. Am Ende eines jeden Vortrags sollte der Referent/die Referentin die Frage beantworten, wer oder was bestimmt die Zukunft der Menschheit bestimmt? Nun, wie eigentlich alle 15 Redner andeuteten, hat der Mensch selber ein gewichtiges Wörtchen mitzureden, wenn es um seine Zukunft als Spezies geht. Allerdings scheint es auch Unterstützung aus dem Universum zu geben. Auch darin waren sich die meisten einig.

Viele der Anwesenden wussten bereits, dass Dieter Broers als zentrales Gebiet seiner wissenschaftlichen Forschungen die Wechselwirkung zwischen kosmischen Feldern und Bewusstsein hat. Auch die Schulbiologie weiß ja inzwischen, dass Magnetfelder und elektromagnetische Frequenzen wie die natürliche Schumann-Frequenz die Stimmungen, das Wohlbefinden und die kognitiven Leistungen des Menschen beeinflussen. Es gibt ein hochkomplexes Wirkungsspektrum.

Der Referent stellte in Aussicht, dass uns Magnetfelder sogar beim Erwachen in ein neues Zeitalter helfen können. Möglicherweise ist aber die Wirkungsrichtung Magnetfeld – Bewusstsein gar keine Einbahnstraße, sondern auch umgekehrt möglich. Dann wäre das geomagnetische Feld eine Art verbindendes Medium für Gehirne. Den verbundenen Gehirnen stehen verschränkte Herzen gegenüber. Dieter Broers wählte als wissenschaftliche Metapher die Einstein-Rosen-Brücke, die als so genanntes „Wurmloch“ zwei unterschiedliche Raumbereiche verbindet.

Die Basis für solche Potenziale ist die grundlegende Annahme, dass der Geist das Primat ist. Schon Max Planck, Gründervater der Quantenmechanik, hatte laut Broers über das Fundament der Wissenschaft gesagt: „Materie ist ein Ankömmling des Bewusstseins“. Der geniale Außenseiter der Physik Burkard Heim drückte es so aus: „Alles entspringt der geistigen Dimension.“ Die Quantenmechanik weiß, dass die Realität solange nicht existiert, bis wir sie messen. Erst das Bewusstseinsfeld lässt das „Potenzial kollabieren“ und die Realität entstehen.

Den Einwand, der Mensch sei nur das Produkt der Ströme seines Nervensystems und man könne daher keinesfalls von dem Primat des Geistes sprechen, versuchen manche durch den so genannten Libet-Versuch zu kräftigen. Darin wurde gezeigt, dass die Entscheidung des Probanden für das Drücken auf einen Knopf gefallen war, noch bevor ihm das überhaupt bewusst wurde. Doch nach einer neueren Erkenntnis, so Dieter Broers, besitze das Bewusstsein gegen die Anweisung aus dem Unterbewusstsein ein „Veto-Recht“, sodass bis 100 Millisekunden vor der Handlung „Einspruch“ möglich wird. Der freie Wille sei damit wieder mit im Spiel.

Jeder einzelne, so Broers, gestaltet die Welt mit seiner Haltung mit. Gedanken erschaffen Realität. Heutzutage sei der Abgleich zwischen Verstand und Herz nötiger denn je. Aussöhnung und Harmonisierung müssten das Handeln der Menschen bestimmen.
„Wir müssen die bessere Welt definieren, mit Freude und Herz verwirklichen!“, appellierte Dieter Broers an die Anwesenden.

Da Broers seine gesamte berufliche Laufbahn über immer auch gemessen hat – denn die Messung ist die Basis der Wissenschaft – konnte seine Aussage, dass selbst Erleuchtung messbar sei, nicht verwundern. So liege die Anzahl der aktiven Neuronen bei Erleuchteten bei bis zu 40000, während „Normalos“ vielleicht ein paar 100 aktive Neuronen haben. Nachgewiesen sei auch, dass die Befeldung mit speziellen (künstlichen) Magnetfeldern zu aktivierten Hirnzonen führen. Es lassen sich sogar psychoaktive Wirkstoffe wie DMT (Dimethyltriptamin, das „Bewusstseinsmolekül“) durch Magnetfelder triggern.

Bekannt sei jedenfalls, dass eine geänderte Sonnenaktivität auch Halluzinationen auslösen kann. Die Wirkung kosmischer Feldeinflüsse auf die menschlichen Belange werde auch durch das als chaotisch geltende Börsengeschehen dokumentiert, dessen unkalkulierbares Auf und Ab ebenfalls die Schwankungen kosmischer Felder widerspiegelt. Die Wissenschaft weiß heute um die enge Verknüpfung des menschlichen Nervensystems mit Faktoren aus der Natur. So „sauge“ das Hirn des Menschen die Schumann-Frequenz – als „Pulsschlag des Planeten“ bekannt – förmlich auf.

Dass die Zeichen auf Änderung stehen, lässt sich auch bei den kosmischen Feldern beobachten. Das irdische Magnetfeld etwa zeigt seit einigen Jahren eine große Schwäche in der westlichen Hemisphäre. Finalphase einer Magnetfeldumkehrung sind bekanntlich die Polsprünge, die sich durch Schwankungen der Feldstärke ankündigen.

Das Publikum quittierte einige Aussagen Dieter Broers (aber auch die vieler anderer Vortragsredner) mit spontanem Zwischen-Applaus und Ausrufen der Freude. Die Stimmung war also optimal und sorgte so für eine gemeinsame Ausrichtung (neudeutsch: Alignment) – man könnet auch sagen: Kohärenz – der Herzen …

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roger-nelson-kongressAuch Roger Nelson war sicher vielen Kongressbesuchern bereits ein Begriff. Der US-Amerikaner sprach über „Die Wissenschaft des globalen Bewusstseins“. Nelson ist Gründer und Kopf des Global Consciousness Project (GCP). Darin soll der Nachweis erbracht werden, dass sich kollektive Bewusstseinszustände mit zahlreichen Menschen auf Quantenebene bzw. in natürlichen statistischen Prozessen nachweisen lassen. So genannte Random Number Generators (RNG) erzeugen fortlaufend durch Rauschprozesse Zufallszahlen.

Tritt nun ein Ereignis ein, das viele Mensche auf der Erde in den Bann schlägt – beispielsweise die Anschläge auf das World Trade Center im Jahr 2001 – so werden die Zufallszahlen der RNGs eben nicht mehr chaotisch sein, sondern ein bestimmtes Muster aufweisen. Genau das habe das GCP in nunmehr 17 Jahren bei über 500 globalen Ereignissen nachgewiesen, verkündete nicht ohne Stolz Roger Nelson. Die Zufallswahrscheinlichkeit liege bei 1 zu einer Billion.

Der Output der RNGs sei das EKG (Elektrokardiogramm) des Planeten, so Nelson weiter, weshalb er vom ElektroGaiaGramm (EGG) sprach.

Das höchste Energiefeld des Planeten ist die Noosphäre, eine Art kollektives Bewusstsein der Erde. Der Begriff geht auf den französischen Philosophen und Naturwissenschaftler Teilhard de Chardin zurück. Die Noosphäre ist aber kein starres Etwas, sondern wird durch die kollektive Bewusstseinsdynamik beeinflusst. Als Hyperraum ist sie nicht lokalisiert, sondern alles durchdringend. Roger Nelson: „Große Ereignisse synchronisieren unsere Emotionen, globales Bewusstsein ist natürlich.“

Wenn Millionen gemeinsam fühlen, entsteht globales Bewusstsein. Ist das Bewusstsein in der Gegenwart ausgerichtet („aligned“) und sind damit die Menschen verbunden, resultiert globale Kohärenz, eben die Noosphäre . Nelson sprach von einer „intentionalen Bewusstseinsevolution“. Die Zukunft der Menschheit werde durch Zusammenarbeit bestimmt.

abschließend kündigte Roger Nelson das Erscheinen seines lang erwarteten Buches mit dem Titel „Presence of Mind“ noch für dieses Jahr an.

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giuliana_conforto-kongressZu den tiefgründigsten Denkern unserer und der kommenden Zeit zählt ohne Zweifel die italienische Physikerin und Buchautorin Giuliana Conforto. Ihr Kongressbeitrag trug den Titel „Organische Alchemie“. Als Vorsitzende der italienischen Giordano Bruno Gesellschaft steht sie in der Tradition einer unzeitgemäßen, nicht-dualistischen Philosophie und Welterkenntnis. Ihr Buch „Organic Universe“ (leider noch nicht ins Deutsche übertragen) zeigt die Grundzüge einer revolutionären holografischen Philosophie, die Wissenschaft, Alchemie, Kunst und Mythos verbindet. Ihr nächstes Buch ist mit „Die Wandlung der Logik“ betitelt, wie sie mitteilte. Die erstarrte, männlich dominierte und linkshirnlastige Denklehre hat die Menschheit und die Erde in den gegenwärtigen bedauernswerten Zustand gebracht. Es wird wirklich Zeit für etwas „weibliche Logik“.

Die Morgendämmerung eines neuen menschlichen Bewusstseins, die Giuliana Conforto am Horizont erblickt, wird uns u.a. eine neue „organische Physik“ bescheren. Einige physikalische Modellvorstellungen und Konzepte werdend dann ausgedient haben. So sei Gravitation keine universelle Kraft. Anti-Gravitation zeige sich in solaren Plasma-Ausstößen mit extrem hoher Geschwindigkeit. Das Magnetfeld der Erde sei kein Schutzschild, sondern ein illusorischer 4D-Schirm. Licht, der sichtbare Ausschnitt im elektromagnetischen Spektrum, erzeuge die trügerische Illusion von Raum und Zeit. Der Äther könne illusionäre Entfernungen erzeugen und sei im bewegten Zustand ein Rotationen brechendes Kaleidoskop.

Der Erdaufbau weist einige äußerst merkwürdige Maße auf. So würde die Venus ziemlich genau in die Erdkugel bis zum Anfang der geologischen Erdkruste passen. Der Mars würde den Erdkern füllen und der Merkur den inneren Kristallkern. Wirklich merkwürdige „Zufälle“!

In Giuliana Confortos Universum ist alles durch unsichtbare Fäden verbunden. Auf allen Ebenen wirken alchemische (organische) Prozesse und treiben die ständige Umwandlung voran, wobei jede ihren eigenen Pulsschlag und ihre eigne Melodie hat. Musik erzeuge dynamische Geometrien, wie die Chladnischen Klangfiguren zeigen.

Giuliana Conforto geht davon aus, dass die moderne Physik bereits über die Grundausstattung einer neuen Weltsicht verfügt. Von den drei elementaren Kräften – elektromagnetisch (EM), schwache Wechselwirkung und starke Wechselwirkung – soll die schwache Kraft die maßgebliche für Entwicklung und Evolution sein. Ihr Austauschteilchen sind die so genannten Vektor-Bosonen. Sie entsprechen den Photonen der elektromagnetischen Kraft und werden mit W+ (sprich: W Plus), Z0 (Z Null) und W- (W Minus) bezeichnet. Sie verursachen den radioaktiven Zerfall und sind damit die reibende Kraft für Transmutationen. Überdies verletzen sie als einzige Kraft die Parität, das heißt die schwache Kraft unterscheidet zwischen rechts und links.
Man sollte hier einmal bedenken, dass das Rechts-Links-Konzept ein grundlegendes Abstraktionsvermögen kennzeichnet, über das kein anderes Lebewesen auf Erden verfügt.

Als Dreigestirn lassen sich die Vektor-Bosonen mit der mythischen Dreiheit der drei Parzen (griech. Moiren, nordisch Nornen) parallelisieren, die die Schicksalsfäden für Menschen und Götter spinnen. Die drei Bosonen sind auch eng mit der mysteriösen dunklen Materie und dunklen Energie verbunden, ja sie seien mit diesen identisch. Die kommende organische Physik werde wissen, dass die Z0-Bosonen mit der grauen Hirnmasse in Wechselwirkung treten können und Hindernisse für das Kommen der universellen Liebe aus dem Weg räumen. Dann werde sich der illusorische Schleier des sichtbaren Lichts auflösen. Damit ende die Zeit und beginne die Ewigkeit.

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klaus_volkamer-kongressEin für seine Bahn brechenden Arbeiten auf dem Gebiet der Feinstofflichkeit bekanntes Gesicht ist Dr. Klaus Volkamer. Er erforscht seit 35 Jahren „Die Physik des Lebendigen und die 2. Materieform“ (Titel seines Vortrags) mit herkömmlicher Messtechnik wie hochpräzisen Waagen, die Genauigkeiten von bis zu einem Zehntel eines Millionstel Gramms erreichen. Volkamer wies darauf hin, dass im Hinduismus Feinstofflichkeit als Soma bekannt ist, während die alten Chinesen diese Substanz als Qi (oder Chi) bezeichnen.

Der Feinstoff scheint einen engen Bezug zu Phasengrenzen zu haben. Denn nur bei Vorhandensein räumlicher Grenzschichten zwischen fest/flüssig und gasförmig lässt sie sich einwandfrei nachweisen. Der Effekt wurde bereits im Jahr 1934 von dem österreichischen Chemiker und anthroposophischen Pharmazeuten Dr. Rudolf Hauschka in einem Experiment mit Kressesamen nachgewiesen. Hauschka sprach damals von einer Gravitationsanomalie.

Die Versuche Volkamers zeigten, dass der schlafende Mensch um durchschnittlich 650 Gramm leichter ist als der wachende. Ein Dr. Dougall habe etwas Ähnliches beim Sterbevorgang gemessen, so der Referent. Hier betrage der Gewichtsverlust etwa 40 Gramm.

Von solchen reproduzierbaren Ergebnissen führe ein direkter Weg zur Komplementärmedizin. Chronische Krankheiten betreffen den Feldkörper des Menschen und sollen sich nur auf feinstofflicher Ebene erfolgreich behandeln lassen. Gehirn und Körper seien Resonanzinstrumente des Feinstoffs, der alle Körperfunktionen reguliert. Feinstoffliche Felder können eine perfekte Ordnung im Körpergedächtnis herstellen. Der US-amerikanische Physiker und Philosoph David Bohm habe das sehr ähnlich gesehen, was sich in seinen Konzepten des Führungsfelds bzw. der Pilotwelle und der impliziten Ordnung widerspiegele.

Klaus Volkamer ist überzeugt: „Erst Felder machen Himmelskörper zu Lebewesen.“ Diese feinstofflichen Felder seien fraktal gegliederte Bewusstseinsfelder und können negentropisch wirken, sie stiften also Ordnung. Es gebe zwei Arten feinstofflicher Quanten: Die negentropischen Minus-Quanten sind mit der dunklen Energie verwandt und bilden Strukturen, die entropischen Plus-Quanten dagegen mit der dunklen Materie. Die Wirkung letzterer stellte der Vortragende als auflösend und abbauend dar. Das eigentliche Lebensprinzip liege daher in den negentropischen Quanten. Volkamer projizierte zwei konzentrische Kreise auf die Leinwand: Der innere symbolisierte die Feinstofflichkeit und sei der Bereich des Paranormalen. Der äußere Kreis stand für das kosmische Bewusstseinsfeld, das höhere Bewusstsein, das zu 100 % negentropisch sei.

Das Universum bezeichnete der Referent als „kosmisches Lebewesen“. Das fraktale Lebensprinzip durchsetze alle Skalen und Ebenen. So seien Elementarteilchen wie das Elektron Lebewesen mit materiellen Körpern und feinstofflicher Feldmatrix in 4 + 4 Dimensionen.

Volkamer beklagte die materialistische Dominanz in vielen kulturellen Bereichen heutzutage, die den Planeten und seine Bewohner in arge Bedrängnis gebracht haben. Er setze auf die kollektive Energie und die kommenden Friedenstechnologien, zu denen natürlich der Energiegewinn aus feinstofflichen Energien zu zählen ist, zum Beispiel Browns Gas, Kalte Fusion, Verwirbelung, Form-Energien usw. Die kollektive Bewusstseinsdynamik werde durch das Geomagnetfeld, das mit den nachgewiesenen etwa 100 Millionen Magnetit-Kristallen in der menschlichen Hirnhaut in Wechselwirkung tritt, an Kraft gewinnen. So blickt also auch Klaus Volkamer optimistisch in die Zukunft und machte seinen Zuhörern Mut, die nötigen Veränderungen anzupacken.

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alexander-trofimov-kongressAls ersten Gast aus Russland begrüßten die Anwesenden herzlich Prof. Dr. med. Alexander Trofimov, Generaldirektor des Internationalen Wissenschaftlichen Forschungsinstituts für Kosmoplanetare Anthropo-Ökologie im sibirischen Novosibirsk. Auch er eigentlich kein Unbekannter in der deutschsprachigen holistischen Szene. Und das ist kein Wunder, denn die Resultate seiner Forschungen haben weit über Russland hinaus viel Aufmerksamkeit erregt.

Trofimov sprach über „Chaos und Ordnung in der lebenden Materie – Untersuchungen im modulierten Raum“. Kosmische Informationsflüsse erzeugen Trofimov zufolge einen „modulierten Raum“, der als entropischer Modulator alle geophysikalischen und Lebensprozesse beeinflusst.

Zahlreiche projizierte Charts mit knallharten Forschungsergebnissen untermauerten den engen Zusammenhang der Geschehnisse in der Biosphäre mit dem kosmischen Umfeld. So lasse sich an Zellkulturen unter dem Mikroskop eine geänderte Teilungsrate bei Sonnenfinsternissen beobachten. Diverse statistische physikalische Prozessen wie radioaktive Zerfallsraten werden gleichfalls moduliert.

Schon lange sei bekannt, so Trofimov, dass die solare Entropie menschliche Alterungsprozesse beschleunige. Auch um das Phänomen heliophysikalischer Gen-Expression wissen die Forscher gut Bescheid. Der Sonnenwind moduliert fortlaufend die Magnetosphäre der Erde und aktiviert dadurch unterschiedliche Bio-Potenziale. Das Magnetfeld der Erde nimmt bekanntlich stetig ab, was sich signifikant auf die Gehirnaktivität auswirke. Der Mensch werde in Psyche und Physis, seinen intellektuellen, kognitiven, intellektuellen und kreativen Fähigkeiten massiv kosmischen Faktoren unterworfen. Trofimov erwähnte so genannte Helio-geoprotektive Technologien, welche die entropischen Wirkungen des abnehmenden Erdmagnetfelds abfedern helfen und sich lebensverlängernd auswirken sollen.

Nicht unerwähnt bleiben darf die Bezugnahme Trofimovs auf seinen Landsmann Nikolai Kosyrev. Der bekannte Astrophysiker hat u. a. Sterne mit Aluminium-Teleskopen in der Zukunft beobachtet, dort, wo sie in Jahrmillionen stehen werden. Die zugrunde liegende Entdeckung sei der negentropische (Ordnung bildende) „Zeit-Energie-Strom“ gewesen, der mit dem Zeitintervall zwischen Ursache und Wirkung zusammenhängt. Der auf dem Aluminium-Teleskop basierende Kosyrev-Spiegel erlaube es, die Entropie der menschlichen Gesellschaften zu vermindern und das kollektive globale Bewusstsein anzuheben. Vergangenheit und Zukunft sind zwar, wie Kosyrevs Versuche zeigten, präsent in der Gegenwart. Aber: Die Zukunft liegt nicht unabänderlich fest. Sie tritt nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit ein. Das Göttliche lässt sich nicht kalkulieren.

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hendrik_treugut-kongressDr. med. Hendrik Treugut ist vielen Kongressteilnehmern als Vertreter der DGEIM – der Deutschen Gesellschaft für Energetische und Informationsmedizin – bekannt. In seinem fulminanten Vortrag „Der Wandel läuft bereits – Können wir ihn beeinflussen?“ sprach er über die Veränderungen im menschlichen Kollektivbewusstsein und wie wir darauf Einfluss nehmen können. Das Kollektivbewusstsein könne man therapieren. Der Wandel sei im vollen Gange, allerdings mit bislang unbekanntem Ausgang. Kommt eine höhere Ordnungsstufe oder erwartet uns der weitere Abstieg in Finsternis und Zerstörung? Wir beobachten laut Hendrik treugut derzeit einen nicht-linearen, chaotischen Prozess, bei dem sich auch kleinste Regungen entscheidend auswirken können. Dieses Prinzip ist in der Chaos-Forschung als Schmetterlingseffekt bekannt. Daher komme es auf jeden Einzelnen an.

Der Vortragende sieht im Kosmos ein „Suprasystem“, das durch Subsysteme verknüpft ist. Suprasystem und Subsysteme bilden dabei so genannte Holons, Einheiten bzw. Ganzheiten mit der Tendenz, sich selbst als Agens und das Ganze via Kommunikation zu erhalten. Es gibt aber auch einen destruktiven Antrieb zur Selbstauflösung der Holons in seine Bestandteile (die natürlich wieder Holons sind).

Das kollektive Bewusstsein ist natürlich das Suprasystem des Kollektivs der Gehirne. Und dass es überhaupt so etwas wie ein globales Bewusstseinsfeld gibt, lässt sich, so Treugut, an dem Web-Bot „Half Past Human“ erkennen. Es handelt sich um ein Programm („Web-Spider“), das das unbewusste Vorauswissen der Menschheit anhand eines semantischen Analyse-Verfahrens aus Internetinhalten wie Text, Bild, Grafik, Symbole etc. extrahiert. Ähnlich wie sich im Kosyrev-Teleskop die wahrscheinliche Zukunft der Sterne zeigt, zeichnet sich bei Half Past Human die Zukunft der Menschheit ab. In vergleichbarer Weise funktioniere auch das Tool „Twitter Mood Analysis“, das z.B. für Voraussagen auf den Aktienmärkten zum Einsatz kommt.

Als Arzt versteht Hendrik Treugut natürlich etwas von Heilung. Zunächst müsse man feststellen, welche negativen Faktoren die Krankheit überhaupt verursacht haben. In Bezug auf die Menschheit sind dies z.B. HAARP und ähnliche Anlagen zur Ionosphärenbeeinflussung, Chemtrails (30 Regierungen sollen daran beteiligt sein), toxisches Licht durch Entladungslampenspektren, aggressive Klänge etc. Der Kammerton A wurde von Josef Göbbels 1939 von 432 Hz auf 440 Hz gesetzt und ist noch heute gültige ISO-Norm. Die 432 Hz sollen jedoch eine deutlich günstigere Wirkung auf das Gehirn haben. Optimal wäre es, diese destruktiven Faktoren zu eliminieren, was aber angesichts der Verblendung der selbst ernannten „Eliten“ in naher Zukunft wenig wahrscheinlich ist.

Das zweite wichtige Moment der Heilung bestehe darin, positive Faktoren zu finden. Beispielsweise könne der einzelne die Kohärenzentwicklung forcieren, indem er an kollektiven Gebeten und Meditationsgruppen teilnimmt. Der nach seinem Entdecker Maharishi Mahesh Yogi benannte Maharishi-Effekt besagt: Wenn nur Wurzel aus 1 % der Bevölkerung (temporär) kohärent ist, so hat das einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft (weniger Unfälle und Verbrechen, mehr Hilfsbereitschaft). Auch das Kohärenz-Training, das am HeartMath Institute gelehrt wird, könne vergleichbare positive Wirkungen haben.

In der Physik gibt es ähnliche Strukturen mit festen Phasenbeziehungen zwischen den Wellen wie Bose-Einstein-Kondensat, Supra-Leitung und Laser. Dabei genügen wenige Prozent kohärenter Wellen, um einen gigantischen Effekt zu erzielen. Ähnlich soll ein Bruchteil Menschen mit kohärenten Hirnen ausreichen, um positive Effekte an der DNA zu erzielen. Die Übertragung von Kohärenz sei eine Form der Hyperkommunikation, so Dr. Treugut.

Als adaptive Resonanz bezeichnete der Vortragende den Wellenschlag biomagnetischer Energien, die vom Herz ausgehen und über Hirn, gesamten Organismus und andere Organismen schließlich das Magnetfeld der Erde erreichen.

Kohärenz finde sich auch in der Homöostase des Körpers und in der vegetativen Balance der beiden Hemisphären des Gehirns, was zu deren Synchronisation führt. Dann stelle sich das berühmte „Flow-Gefühl“ ein, in dem einen alles leicht von der Hand geht. Es gibt u.a. Geräte und Verfahren in der Energiemedizin, die die Synchronisation der Hirnhälften fördern.

Eine weitere Therapiemöglichkeit des kollektiven Bewusstseins sei das bekannte Familienstellen mit der Menschheit als Kollektiv-Patienten. Dies wird natürlich nur aufgrund des holografischen Aufbaus der Suprasysteme als Holons möglich: Ein Einzelner stellt die gesamte Menschheit dar; durch Therapieren des Einzelnen könne die Menschheit auf den Pfad der Heilung geführt werden.

Als weitere positive Ansätze, um das „Wir-sind-die-Menschheit-Gefühl zu stärken, empfahl der Vortragende das Buch „Macroshift“ des ungarischen Sytemtheoretikers Erwin Laszlo, das Global Earth Healing Project, das mittels positiven Gedanken, Intentionen und Wünschen die gloabel Kohärnez fördern möchte, die Epigenetik des Englischen Biologen Conrad Hal Waddington (Stichwort epigenetic landscape) und das DNA-Exiplex-Laser-Modell nach K.H. Li (1983).

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frankz-hoermann-kongressDer Kommunikationsforscher und Kapitalmarktexperte Prof. Dr. Franz Hörmann hatte in Wien ein Heimspiel, was am aufbrandenden Applaus deutlich hörbar wurde. Dass mit unserem Geld- und Finanzsystem etwas Grundlegendes nicht stimmt, pfeifen inzwischen die Spatzen von den Dächern (aber leider hören Politik und Finanzwelt den Spatzen nicht zu). Franz Hörmann ist einer derjenigen, die hier unschätzbare Aufklärungsarbeit geleistet haben. In seinem Vortrag „Chaos und die verborgene Ordnung des Finanzsystems“ machte er unmissverständlich deutlich, dass sich das Geld- und Finanzsystem als Subsystem von Ökonomie und Recht, die wiederum Kommunikationssysteme sind, grundlegend verändern muss. Hörmann plädiert für eine „systemische Gesellschaftswissenschaft“, die „die meisten unserer aktuellen Probleme einfach verschwinden“ lassen wird.

Das derzeitige Finanzsystem sei durch eine Klasse mathematischer Funktionen bestimmt, die aus der Chaosforschung stammen. Dabei hat das Folgeglied als Argument das vorherige Glied. Solche Funktionen dominieren auch Lebens- und ökonomische Prozesse. Oft ist das Chaos aber nur scheinbar, da es eine nicht decodierbare verborgene Ordnung ist. Dies trifft etwa bei mangelndem Vorwissen oder Unkenntnis der ursprünglichen Prozessparameter zu.

In der Ökonomie wird der Markt durch ein Monopol, ein paar Oligopole oder völlige Konkurrenz bestimmt. Angebot und Nachfrage sollen idealer Weise den Preis festlegen. Wer allerdings mal versucht hat, in einem Supermarkt den Preis eines Produkts herunterzuhandeln, wird schnell eines Besseren belehrt. Franz Hörmann sieht darin eine Art „Erpressung“.

In Bezug auf unser Rechtssystem stellte er die Frage, ob „Gerechtigkeit“ ein konditioniertes, sozialisiertes Gefühl sei? Die Hierarchie in der Rechtsordnung sei Menschenrecht, Völkerrecht, Zivilrecht, Handelsrecht. Die Trennung von Recht und Ökonomie sei natürlich gewollt. Das eröffne der Wirtschaftskriminalität Tür und Tor.

Als Alternative zum herrschenden Geldsystem und den Tauschhandel, einer Erfindung der Banken, schlägt Hörmann ein Gutscheinsystem vor. Der Wertspeicher ist „Informationsgeld“, das konzentrierte menschliche Leistung darstellt. Es wird nicht weiter gegeben, sondern entsteht bei der Leistung und verschwindet im Konsum. Es kann nicht damit spekuliert werden. Folge: Finanzblasen, die Erdbeben im Finanzsystem, können sich nicht blähen. Die Welt wird sicherer.

Franz Hörmann regt Gesellschaftsverträge an, wie sie vor 250 Jahren bereits der französische Philosoph Jean-Jacques Rousseau entworfen hat. Die Menschen leben in kleinen Gemeinschaften vernetzt, aber wesentlich unabhängig. Jeder einzelne schließt mit der Gemeinschaft einen Vertrag; alle ziehen dann am selben Strang, und das bedeutet harmonisches Wachstum. Der Vortragende fand einen treffenden metaphorischen Vergleich für das alte, destruktive und das neue, aufbauende System: Es ist wie in einem Ferromagneten. Sind die Elementar-Magnete kollektiv ausgerichtet („aligend“), entsteht ein starker magnetischer Fluss; sind die Elementar-Magnete dagegen chaotisch orientiert, ist kein resultierende Magnetfeld vorhanden.

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michael_persinger-kongressGemäß Programmheft sollte nun Dr. Michael A. Persinger, Professor für Biopsychologie an der Laurentian University in Sudbury (Ontario, Kanada) via Skype seinen Vortrag „Geomagnetismus und Evolution“ halten. Doch wurde ihm von seiner Universität kurzfristig die Redeerlaubnis entzogen. Persinger ist der Erfinder des so genannten Gottes-Helms. Er erzeugt ein Magnetfeld um den Kopf des Probanden und soll so spirituelle, mystische bzw. transzendente Erfahrungen hervorrufen. Persingers Forschung umfasst u.a. die Wirkung der geomagnetischen Aktivität auf die Biosphäre und biologische Systeme. In seinem Vortrag wollte er revolutionäre Forschungsergebnisse präsentieren. Man darf vermuten, dass seine Arbeit manch einem Mainstream-Kollegen ein Dorn im Auge ist.

Was ist nur aus der Freiheit der Forschung geworden?

Glücklicherweise war es den Kongress-Veranstaltern gelungen, einen Mitarbeiter aus Persingers Team zu gewinnen, der spontan für seinen Chef einsprang. Dr. Kevin Soroka
begrüßte das Publikum live via Skype von der Leinwand. Zunächst konstatierte er eine starke Ähnlichkeit der physikalischen Parameter zwischen Schumann- und Hirnfrequenzen. Die elektrische Spannung liege in beiden Fällen zwischen 50 und 100 Mikrovolt, während der elektrische Feldvektor bei beiden einen Wert zwischen 0,1 und 1 Millivolt annehme. Auch die magnetischen Feldstärken, die Kevin Soroka auf 0,1 bis 3 Picotesla bezifferte, sollen ähnlich große Werte besitzen. Selbst die elektrische Entladungsdichte der Atmosphäre durch Blitze und die Hirnströme (auch gewissermaßen Entladungen) weisen vergleichbare Muster auf. Blitze erzeugen bekanntlich die Schumannfrequenzen, die sich zwischen Erdoberfläche und Ionosphäre aufbauen. Zwischen dieser und dem Hirn soll es laut Dr. Soroka etwa 1,5 bis 2 Mal pro Minute zur Echtzeit-Kopplung kommen.

So kann es kaum wundern, dass Kommunikation zwischen rechter und linker Hirnhälfte via Schumannresonanzen geschieht und dass die zweite Harmonische der Schumannresonanzen mit dem Schlaf korreliert ist. Während des Schlafs soll auch ein Informationsaustausch über den Planeten stattfinden. Alle menschliche Erfahrung werde im Magnetfeld der Erde in Form magnetischer Information gespeichert. Manch einer in der Zuhörerschaft mag sich gefragt haben, ob nicht die aus indischen Weisheitslehren stammende Akasha-Chronik mit dem Geo-Magnetfeld so gesehen identisch ist.

Gerade an der Schumannfrequenz werde die enge Verbindung zwischen Mensch und Erde bzw. Kosmos deutlich. Sie fördert, so Dr. Soroka, sogar Einsicht, Kreativität und Spontaneität.

Elektromagnetische Frequenzen könnten auch therapeutisch engesetzt werden, etwa zur Behandlung von Depressionen. Es seien aber auch destruktive Anwendungen möglich. so haben sich während des Irakkriegs irakische Soldaten nach einer „Befeldung“ mit bestimmten EM-Frequenzen den US-Aggressoren ergeben, obwohl die akute Kriegssituation dies gar nicht erforderlich machte.

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