Liebe Freunde,

unsere Sinnesorgane ermöglichen uns unsere Wahrnehmungen. Ohne sie wären wir quasi blind und taub gegenüber unserer Umwelt. Die auf uns einwirkenden Reize (Signale) werden von uns in Gedanken und Bilder umgesetzt bzw. interpretiert. Diese Interpretation entspricht einem Programm, das auf Konditionierungen, Erfahrungen und genetischen Mustern aufbaut. In diesem Sinne ist für uns die Wirklichkeit nichts weiter als elektrische Signale interpretiert von einem Verstand. Sicherlich erinnert Ihr Euch noch an das Zitat aus dem ersten Matrix Film von Morpheus:
„Was ist die Wirklichkeit? Wie definiert man das, Realität? Wenn Du darunter verstehst was Du fühlst, was Du riechen, schmecken oder sehen kannst, ist die Wirklichkeit nichts weiter als elektrische Signale interpretiert von Deinem Verstand.“

Natürlich wissen wir mittlerweile, das „außerhalb“ dieser Programme noch eine andere Ebene existiert, die frei von diesem Verstandeswissen ist. Diese andere Ebene deute ich als die „Heimat“ unseres Selbst, gegenüber der Verstandesebene, die ich dem künstlichen Ego zuordne. Obwohl wir mehr oder weniger bestrebt sind, diese neutrale Ebene in unsere Wahrnehmung zu holen, fällt uns die Umsetzung doch schwer. Das mag auch daran liegen, dass wir durch eine immer größere Flut von Sinneseindrücken aus der Verstandeswelt überreizt sind. Sinnesüberreizungen blockieren unseren Zugang zur Quelle, der Heimat unsere Sebsts. Wenn wir über unsere Sinne reflektieren, denken wir in der Regel an unsere bekannten fünf Sinnesorgane, die uns Sehen, Hören, Geruch, Geschmack und Tasten vermitteln. Außerhalb hiervon ist in uns mindesten noch ein weiteres Empfangsorgan angelegt. Wie Ihre Euch sicherlich denken könnt, handelt es sie um unsere Zirbeldrüse. Dieses sogenannte 3. Auge ermöglicht uns eine direkte Verbindung zu unserem Selbst.

Zwei Dinge können diese Verbindung zur Quelle unterdrücken – eine in ihrer Funktion gestörte Zirbeldrüse und eine Überreizung der fünf physischen Sinnesorgane. Liebe Freunde, zum besseren Verständnis möchte ich Euch mit den folgenden Zeilen ein paar wesentliche Dinge über diese Sinnesüberreizung erläutern. Was können wir uns über einen Reiz vorstellen, der unsere Sinnesorgane erreicht? Zunächst einmal ist ein solcher Reiz als ein Signal zu verstehen, ein Signal welches uns aus unserer Umwelt erreicht. Das Signal selber besteht entweder aus elektromagnetischen Wellen (Sehen), aus Schallwellen (Hören) und Molekülen (Geruch und Geschmack) sowie Mechanik (Tasten). In dieser Form sind Signale zunächst einmal vollkommen neutral. Diese Signale sind potenzielle Informationen, noch ohne jede Bedeutung. Wie eine Sache oder ein Ding nur etwas Neutrales ist, was erst durch unsere Wahrnehmung und Zuordnung einen semantischen Inhalt erhält. Indem Moment, wo eine Information von uns wahrgenommen wird, hat sie bereits zwei grundsätzliche Hürden genommen – die Sinnesaufnahme und die Selektion, bzw. die Zuordnung ihrer Bedeutung.

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In der allgemeinen Vorstellung der Mediziner geht man davon aus, dass das Gehirn zum großen Teil eine hemmende Funktion ausübt, um irrelevante, unwichtige Sinnesreize abzufiltern und sie durch Nebenkanäle in den Hintergrund zu verlagern. Wenn diese Funktion gestört ist, dann herrscht „Chaos im Kopf“. Leider bleibt hierbei unberücksichtigt, nach welchen Kriterien diese Filterung (Selektion) erfolgt. Rein quantitativ geht es hierbei um eine erstaunlich große Anzahl von selektierten Reizen. Nach heutiger Lehrmeinung werden im Ruhezustand aus der Umwelt Informationen von etwa 1 Mrd. bit pro Sekunde über Sinnesorgane aufgenommen. Die Verarbeitungskapazität beträgt durchschnittlich aber nur 100 bit pro Sekunde! Allerdings beziehen sich diese Angaben auf die bekannten fünf Sinnesorgane. Wie ich bereits andeutete, bleibt hier ein ganz wesentliches Sinnesorgan unberücksichtigt – die Zirbeldrüse. Sie ist dafür ausgelegt, uns mit dem gesamten Kosmos zu verbinden.

Ihre einwandfreie Funktionsfähigkeit vorausgesetzt, existiert in uns ein Selektionsprogramm, welches darüber entscheidet, welche von den nahezu unendlichen Informationen in unser Bewusstsein dringt. Die Entscheidung darüber, was unsere bewusste Wahrnehmung erreicht und was im Unterbewusstsein gespeichert bleibt, übernehmen in uns angelegte Programme. Diese Programme entsprechen unseren Konditionierungen, Erfahrungen und genetischen Mustern. Dem zufolge trägt jeder von uns ein – mehr oder weniger – individuelles Programm. Nach dieser Herleitung führen diese Programme zu unseren Empfindungen, Bewertungen und Handlungen. Aus ihnen gestalten wir unsere Welt.


Im Zeitalter des Erwachens fällt es uns immer leichter, diesen Circulus zu durchschauen. Wir erkennen, daß wir unsere Welt immer wieder auf unseren alten Mustern aufbauen. Um jedoch eine fundamentale Wandlung in eine bessere Welt (Eden) zu erreichen, brauchen wir eine Anbindung an unsere Quelldaten, die außerhalb der Selektionsprogramme liegen. Diese Anbindung ist jedoch nur möglich, wenn unser übersteigertes Ego den Weg hierfür freigibt. Das Ego ist der Herr der Verstandeswelt (unser Selbst jedoch der „König des Seins“). Für diese Freigabe brauchen wir eine funktionsfähige Zirbeldrüse, denn sie stellt uns den physischen Kanal zur Quelle zur Verfügung. Doch auch eine einwandfreie Funktion der Zirbeldrüse wird ihren göttlichen Auftrag nicht erfüllen können, wenn wir uns nicht ein den Zustand der Ruhe begeben. Erst im Zustand der entspannten Ruhe sind wir überhaupt in der Lage, unseren Gedankensender auszuschalten, um dadurch den Empfang unserer Quelldaten zu ermöglichen.

Gegenwärtig sind wir – zumindest scheinbar – meilenweit von dieser Ruhe entfernt. Unsere Sinne werden durch ein immer mehr zunehmendes Angebot an Reizen überfordert. Außer einer Blockierung zur Quelle erlauben wir zusätzlich noch die Unmengen an künstlichen Informationen aus unserer Umwelt in unsere Wahrnehmung einzufließen. Eine Sinnesüberreizung tritt auf, wenn einer oder mehrere der Sinnesorgane durch die Umgebung überstimuliert wird.

Du erkennst eine Sinnesüberreizung daran, dass Du den Eindruck hast, als ob alles zur gleichen Zeit geschieht, und zu schnell für Dich abläuft, um mitzuhalten. Auf der pathologischen Ebene wird eine Sinnesüberreizung mit folgenden Störungen in Verbindung gebracht: Chronisches Müdigkeitssyndrom, Posttraumatisches Belastungssyndrom, Autismus-Spektrum-Störungen und Generalisierte Angststörung.

Liebe Freunde,
ich möchte Euch zwei wirksame Methoden zur Verhinderung einer Sinnesüberreizung vorschlagen: Vermeidung und Grenzen setzen. Schafft Euch eine ruhige und harmonische Umgebung, welche den Geräuschpegel bei einem Minimum hält und das Gefühl des Durcheinanders reduziert. Beschränkt die Zeit, die Ihr für vielfältige Aktivitäten verwendet. Wenn es vermeidbar ist, meidet große Menschenansammlungen und störende Geräusche. In Situationen mit Sinnesüberreizung ist es wichtig, sich selbst zu beruhigen und auf ein beruhigendes Niveau zurückzukehren. Sinneseindrücke reduzieren kann helfen, etwa stressende Geräusche zu eliminieren und das Licht abzudämmen. Für manche funktioniert es, beruhigende, konzentrierte Musik zu hören. Sorgt für Dunkelheit im Schlaf. Gönnt Euch eine längere Erholung, wenn eine kurze Pause keine Erleichterung bringt. Ruht Euch vor großen Ereignissen aus. Konzentriert Euch auf jeweils eine erfreuliche Sache. Haltet Ausschau nach etwas, was Euer Herz berührt und Euch in große Freude versetzt. Vor allem jedoch: Erinnert Euch an Eure Göttlichkeit! Versucht Euch über Eure Freude mit dem Selbst in Euch zu verbinden. In diesem Moment habt Ihr Euch mit Eurem Selbst vereint…

Me Agape
Euer

Dieter Broers

Hier noch Auszug aus dem Buch „Der verratene Himmel – Rückkehr nach Eden“ zum Thema

das-ego-im-dienste-des-herzens-dieter-broers-de

Reizüberflutung und ganzheitliche Wahrnehmung

„Gibt es einen Zusammenhang zwischen den sich ständig ausweitenden Katastrophen-Meldungen, der Reizüberflutung durch Lärm, Gestank, Enge in Großstädten, durch Werbung Musik, Bildschirme und dem Potenzial für Inspirationen? Vielleicht ist es kein Zufall, dass wir ständig mit Reizen überflutet werden!
Wenn unser Nervensystem (Sinnesapparat) mit Reizsignalen überlastet wird, sind wir zum Reagieren gezwungen. Wenn beispielsweise der Neurologe bei einem Nerventest vorsichtig einen kleinen Hammer einen Punkt unterhalb unserer Kniescheibe trifft, reagiert unser Bein mit einem Hochschnappen, dem bekannten Kniesehnenreflex. Unser Körper ist darauf angelegt, auf äußere Reize gleichsam automatisch zu reagieren. Eine gewisse Menge solcher Reize können wir schadlos verarbeiten, manche sind gar lebenswichtig für uns.

Wenn jedoch eine bestimmte Anzahl an Reizen überschritten wird, spricht man von einer Sinnesüberreizung – und wir befinden uns durch unser modernes Leben fast ständig in diesem Grenzbereich der Übersteuerung. Den Reizen folgen Reflexe und automatisierte Routinereaktionen. Ein in dieser Weise ständig zum Reagieren veranlasstes Wesen ist kaum noch in der Lage, kreativ selber initiativ zu werden – wir wissen buchstäblich nicht mehr, wo uns der Kopf steht. Ständige Sinnesüberreizung trägt also dazu bei, dass wir unbewusst marionettenhaft handeln.

Das seit einigen Jahren abnehmende Erdmagnetfeld eröffnet, wie in Kapitel 10 näher erläutert wird, unseren Zugang zu Inspirationen. Hiervon können wir jedoch nur Gebrauch machen, indem wir uns einem Übermaß an Sinnesreizen entziehen, und besonders Reizen, die uns Angst und Schrecken einjagen. Damit Sie sich von meiner Behauptung überzeugen können, lade ich Sie zu einer praktischen Übung ein. Entziehen Sie sich bitte einmal für einen Tag den Einflüssen von Handys, Computern, TV, Radio und Presse. Mindestens zwei Dinge werden Sie hierbei erfahren, Ihre Verhaltensmuster in Bezug auf den Gebrauch zumindest einiger dieser Reizlieferanten (ich prognostiziere ein erkennbares Suchtverhalten) und die tatsächlich wahrgenommenen Inspirationen. Sie werden selber den Unterschied zwischen einer normalen Assoziation, also einer Idee oder einem Gedanken, und einer echten Inspiration bemerken, die sich nicht von etwas zuvor Gedachtem herleiten lässt.

Der einfachste Nenner: Ruhe (wenig Sinnesreize) führt zu Inspirationen. Aus der Ruhe können wir agieren (statt ständig zu reagieren) und gelangen von einem marionettenhaften Funktionieren zu einem Selbst-bewussten Handeln.

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Das Prinzip der Filter

Wie wir gesehen haben, entscheiden Filter, welche und wie viele Informationen überhaupt in unser Bewusstsein gelangen. Natürlich, das konnten wir bereits zu Anfang lesen, sind unsere Filter durch unsere Konditionierungen und unsere Glaubenssätze definiert und damit programmiert. So gesehen haben wir uns scheinbar selbst den ›Weg nach Oben‹ abgeschnitten. Aus einem ganz bestimmten Grund jedoch erfüllen diese Filter auch einen sehr nützlichen Auftrag. Sie schützen uns vor Sinnesüberreizung. Der Nobelpreisträger Henri-Louis Bergson fasst zusammen:

das-ego-im-dienste-des-herzens-dieter-broers-de»Es ist die Aufgabe des Gehirns und des Nervensystems, uns davor zu schützen, von dieser Menge größtenteils unnützen und belanglosen Wissens überwältigt zu werden.«
Was Henry Bergson damit ausdrücken will, ist schnell erklärt. Stellen Sie sich bitte vor, Sie würden für einen kurzen Moment, fünf Sekunden würden da schon reichen, alles wahrnehmen, was in diesen fünf Sekunden tatsächlich existiert. Sie würden etwa eine Million Mal mehr Dinge erkennen als bisher. Sie würden sich fühlen, als hätten Sie Ihren Verstand verloren (achten Sie bitte auf die Doppeldeutigkeit dieser Aussage ›Verstand verloren‹). Neurologen würden hier von einer Sinnesüberreizung sprechen. Tatsächlich ist Ihr Verstandesgehirn nicht für eine derartig hohe Informationsdichte ausgelegt. Das Kontingent seiner Informationsverarbeitung, sozusagen der Arbeitsspeicher, reicht nicht.

Anders wäre es allerdings, wenn Ihre Wahrnehmung sich nicht auf die einzelnen Objekte (Dinge) richtet. Die unmittelbare Wahrnehmung des Beobachters der Dinge im Ganzen ist ein Vorgang, den wir Gewahrsein nennen. In diesem Zustand hat sich der Zensor, unser Verstand, zurückgezogen. Hier existiert kein Denken. Hier sind wir im sogenannten ›Hier und Jetzt‹, außerhalb der Zeit. Hier sind wir im Sein.“

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