Die Zustände der Angst | Dieter-Broers.de

angst-dieter-broers-deLiebe Freunde, wir alle kennen Zustände der Angst1. In Momenten der Angst verschließen wir uns vor der Quelle. Meine persönlichen Begegnungen mit naturverbundenen Menschen haben mir gezeigt, dass ihre ausgeprägten Intuitionen aus einem Zustand der Hingabe entstehen. Diese Menschen scheinen in sich zu ruhen. Offenbar resultiert ihr natürliches Selbst-Bewusstsein aus einer Art höherer Anbindung. Was ich im Laufe meiner langjährigen Beobachtung auch beobachten konnte, war ihre scheinbare Angstlosigkeit. Auf irgendeine Art scheint die Angst diese „höhere Anbindung“ und damit Eigenschaften wie Intuition und Selbst-Vertrauen zu unterbinden. Meine Beobachtungen führten mich zu der Frage nach einer Ur-Angst. Meiner festen Überzeugung nach steht die Ur-Angst in einem unmittelbaren Zusammenhang mit unseren leiblichen Tod. Somit entsteht die Urangst durch das fehlende Wissen über unseren göttlichen Wesenskern (unser Selbst) und der damit verbundenen Gewissheit nach unserer Unsterblichkeit. Seit Jahrtausenden haben uns unterschiedlichste Religionen und Philosophen mehr oder weniger ein „Leben nach dem Tod“ in Aussicht gestellt. Von einigen Naturvölkern einmal abgesehen waren diese Lehren für die meisten Menschen nur von einem theoretischen Wert. Besonders im abendländischen Kulturkreis hat die Naturwissenschaft gegenüber den Weisheiten die Hauptrolle übernommen. Hier wird für wahr gehalten, was gemessen und berechnet werden kann (nach dem Motto: Naturwissenschaft als Religion der Neuzeit). Doch stehen die Aussagen von Naturwissenschaftlern im Gegensatz zu den Weisheitslehren? Sicherlich nicht. Andererseits haben unsere Konditionierungen dazu geführt, dass ein Zitat wie:

Unsterblichkeit ist eine Option, die von Menschen überwiegend ungenutzt bleibt.“

eher als eine rein philosophische Aussage gedeutet wird. Als ich – vor etwa 25 Jahren -erstmals diesen Satz las, war ich mir sicher, daß er aus der Feder eines Philosophen stammt. Tatsächlich sind diese Worte das Resultat hochkomplexer mathematischer Berechnungen. Sie stammen von dem Physiker Burkhard Heim. Diese Aussage – vor allem durch ihre wissenschaftliche Herleitung – ist von einer revolutionären Tragweite. Sie bietet nämlich unserem dominierenden Verstandesgehirn eine Lösung an, die es mit seiner Logik vereinbaren kann.

Erst wenn sich der rein auf vergleichende Logik ausgerichtet Verstand sich zufriedengibt, wird er seine dominierende und kontrollierende Rolle aufgeben. Immer wenn sich dieser Verstand in die 2. Reihe stellt, wird er den Weg zur Quelle freimachen. Oberflächlich betrachtet wird dieser Verstand der linken Gehirnhälfte zugeordnet. Hier beherrscht die Ratio-Logik. Diese Gehirnhälfte ist also für alles zuständig, was im allgemeinen Verständnis als Denken bezeichnet wird. Sie denkt in Sprache, in Begriffen, sie denkt logisch, analytisch. Die rechte Gehirnhälfte ist zuständig für Intuition, Gefühl, Kreativität, Spontaneität und ganzheitliche Zusammenhänge. Diese Gehirnhälfte steuert also unser Begreifen der Welt nicht mit der Logik des Verstandes sondern aus unserem Empfinden der Dinge. Aus heutiger Sich führt erst die synchrone Zusammenarbeit beider Hemisphären dazu, um neue geistige Potentiale zu erschließen. Je besser die beiden Gehirnhälften zusammenarbeiten (Verstand & Gefühl) und je breiter der Balken2 zwischen rechter und linker Hemisphäre ausgebildet ist, umso flexibler, feiner und schneller kann das Gehirn arbeiten.

„Ob ich das Paradigma der Wissenschaft wechsle oder nicht, ein Stein fällt immer nach unten und Wasser wird nicht nach oben fließen. Es gibt Naturgesetze quantitativer Art, die nicht beseitigt werden können. Was aber möglich ist, wäre eine Offenheit demjenigen gegenüber, was jenseits des erfundenen Daches liegt, von dem ich vorhin sprach. Ich könnte mir vorstellen, dass man zwar vom Fundament des Bekannten ausgeht und versucht, auf indirektem Wege noch unbekannte aber uns verhältnismäßig nahe – um es bescheiden auszudrücken – nahe Bereiche dieser uns in ihrem Wesen völlig unbekannten, übergeordneten Weltganzheit zu erkennen, und so unser Bild – das nach oben ja ohnehin offen ist – zu erweitern, den Horizont zu erweitern, in der Hoffnung, dass wir zumindest so viel von der uns unbekannten übergeordneten Ganzheit erschließen können (kraft des Erkenntnisvermögens), dass wir gewisse Bereiche menschlichen Daseins damit abdecken können, um unseren Mitmenschen die Angst* zu nehmen, die Angst vor der Zeit, die Angst vor ihrer zeitlichen Begrenztheit, und dass wir ihnen vielleicht die Tränen abtrocknen können, und dass wir ihnen zeigen können, welche Maßstäbe an das menschliche Leben vom Kosmos selbst angelegt werden, damit ein unerlässlicher Gesinnungs- und Bewusstseinswandel sich vollzieht. Darin sehe ich den Sinn all dieser Arbeiten, und einen anderen Sinn kann es gar nicht haben!“

Diesem Zitat von Burkhard Heim möchte ich mich anschließen und hoffe, dass auch Ihr Euch an seiner Weisheit so seit erfreuen könnt, wie ich es seit über dreißig Jahren erleben darf.

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heim-kalender2017

Me Agape,
Euer

Dieter Broers

1 Angst ist ein Grundgefühl, welches sich in als bedrohlich empfundenen Situationen als Besorgnis darstellt. Die Angst kann als ein ungerichteter Gefühlszustand verstanden werden, der als Gestimmtheit die Welterschließung im Ganzen betrifft. Furcht ist hingegen das Gefühl einer konkret fassbaren Bedrohung. Sie bezeichnet die Reaktion des Bewusstseins auf eine gegenwärtige oder vorausgeahnte Gefahr. Im Gegensatz zur Angst ist die Furcht meist rational begründbar und wirklichkeitsgerecht. Sie wird deshalb auch als Realangst bezeichnet.

2 Zwei Hälften hat das Hirn, denn die Mantelkante, die Fissura longitudinalis, teilt das Großhirn in zwei Hemisphären. Diesen trennenden Spalt überbrückt unter anderem der Balken, das Corpus callosum, eine mächtige Struktur aus etwa 200 Millionen Fasern beim Menschen.

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