sonne-und-evolution2Heute möchte ich euch über die Wirkungen der elektromagnetischen und magnetischen Felder informieren. Ohne allzu sehr in den fachspezifischen Formalismus der naturwissenschaftlichen Grundlagen einzudringen, möchte ich euch einen soliden Überblick über die Wirkungen – und Auswirkungen von Feldern vermitteln, die unsere bisherige geistige Evolution bestimmt haben.  Als Basis meiner folgenden Aussagen sollte der Inhalt des Buches SCHULD IST DIE SONNE dienen.  Wie kein anderes Sachbuch wird in diesem Buch der naturwissenschaftliche Nachweis der Wirkungen unserer Sonne auf unsere Gesundheit erbracht. Wenn hier u.a. über „psychischen Epidemien“ berichtet wird, die im Zusammenhang mit unserer Sonne stehen, sollte dieser Behauptung etwas mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. Zumal wir uns gegenwärtig inmitten eines ganz besonderen Sonnenaktivitätsmaximums befinden. Am Ende dieses Artikels – den ich aus technischen Gründen aufteilen muss – werde ich meine persönliche Meinung zu diesem Thema kundtun. Beginnen möchte ich mit einer Auflistung über die Forschungsergebnisse. Meine eigenen Veröffentlichungen zu diesem Thema könnt ihr unter „Wissenschaft“ (Referenzliste meiner Veröffentlichungen) auf dieser Webseite einsehen. Wie die meisten von Euch wissen, forsche ich seit 1980 in diesem Fachbereich.

Ich bin immer noch sehr erstaunt darüber, wie viel Menschen die Wirkungen von elektromagnetischen Feldern und ihre Einflüsse auf das Leben für groben Unfug halten. Dabei besteht jedes Lebewesen – sogar die gesamte Materie – aus Elementarteilchen, die derartige Felder generieren. Sämtliche Elektronen erzeugen durch ihre Rotation (Spin) diese Felder.  Ohne Felder würde es keine Evolution geben, kein Leben. Qualitativ wie quantitativ.

Beginne ich mit den Feldern, deren Wirkungen in der medizinischen Forschung nachgewiesen wurden. Bereits 1902 erhielten die Erfinder Pollacsek und Beer in Wien ein Patent zur „Behandlung von Depressionen und Neurosen“. Diese Behandlung wurde mittels oszillierender Elektromagneten -die sich in der Nähe des Kopfes der Patienten befanden- durchgeführt. Ein historischer Überblick dieser Pionierarbeit findet sich bei Geddes[1] und George[2] .

Noch heute werden für Depressionen und Neurosen Magnetfelder eingesetzt (durch ihre Schwingungen erzeugen diese Magnetfelder neue elektromagnetische Wechselfelder). Naturgemäß induziert jede Art elektromagnetischer Wechselfelder neue Wirbelströme, natürlich auch im menschlichen Gehirn . Die Reizschwelle von Gehirnzellen liegt sehr niedrig; das zentrale Nervensystem reagiert offenbar nur auf ganz geringe Feldstärken positiv. Bei höheren Feldstärken ist eine bioelektrische Verwertung nicht mehr möglich und es besteht die berechtigte Gefahr, dass Gehirnzellen herabreguliert und sogar geschädigt werden. In langjährigen und gut dokumentierten Studien konnte man immer wieder nachweisen, dass bereits Schwankungen des Erdmagnetfeldes (Kp-Index) von 30 bis 100 nT  pathologische und gesundheitsfördernde Veränderungen bei Tier und Mensch hervorrufen können. Auffällig scheint, dass die gefundenen Intensitätsfenster neu bewertet, und mit den entdeckten Effekten durch Frequenzfenster verglichen werden sollen. Fenstereffekte sind eng begrenzte Wirkbereiche (eben Fenster) von Frequenzen und Intensitäten – hier beispielsweise Fenster elektromagnetischer Wechselfelder. Um eine Bewertung zu den Stimmungs- und Bewusstseinslagen, die durch  Schwankungen der Erdmagnetfelder hervorgerufen werden, vornehmen zu können, möchte ich nun die relevanten Feldstärken beschreiben.  Bei der medizinischen Studie über eine Magnetfeldtherapie bei Depressionen und Neurosen kommen magnetische Stimulationsparameter zur Anwendung. Hierbei werden sowohl Einzelimpulse als auch Impulsserien appliziert. Bevorzugte Impulsserien von Magnetfeldern gehen im Normalfall von 1 Hz bis in den kHZ-Bereich (mehrere tausend Hz.) – sie werden als repetitive TMS (rTMS) beschrieben (wiederholende Trandkranielle Magnet Stimmulation).  Untersuchungen zur therapeutischen Wirksamkeit der TMS bei psychischen Störungen konnten bereits 1987 zu positive Stimmungseffekte bei einzelnen Probanden führen (Bickford et al.)[3] Auch an Tierversuchen wurde mit dieser Magnetfeldmethode Effekte beschrieben, wie sie auch durch Antidepressiva hervorgerufen werden können. Bei Ratten, die mit pulsierenden Magnetfeldern (TMS) behandelt wurden, sank der Dopamin-Gehalt im präfrontalen Kortex um 26%, während er im Hippocampus um 18% und im Striatum um 25 % stieg[4].

Diese Ergebnisse sind deswegen so außerordentlich wichtig, weil sie eine logische Erklärung für unsere Stimmungs- und Bewusstseinslagen sind, die auch durch veränderte Erdmagnetfelder entstehen. Sie erklären sogar die wohl spektakulärsten Auswirkungen von sonneninduzierten Magnetfeldschwankungen: Telepathie und Remote-Viewing. Der Hirnforscher Michael Persinger veröffentlichte 1986 eine Studie, die genau zu diesen Ergebnissen kam. So traten intensive subjektive telepathische Erfahrungen bei einer großen Anzahl von Menschen während der Tage von ruhiger globalen geomagnetischer Aktivität auf. Auch wurden an diesen Tagen auffällig viele Fälle von Halluzinationen registriert, Eingebungen über das persönliche Schicksal und den persönlichen Lebensweg[5]. Zwei andere Studien die im „Journal of the American Society for Psychical Research“ veröffentlicht wurden konnten feststellen, dass parapsychologische Eigenschaften bei einer großen Anzahl von Menschen an ruhigen geomagnetischen Tagen auftraten[6].

Michael Persinger verbrachte über zwei Jahrzehnte mit der  Erforschung der Zusammenhänge zwischen geistigen Phänomenen und elektromagnetischen Feldern. Er fand heraus, dass besonders schwache elektromagnetische Felder innerhalb des Gehirns, die Steuerung der neuronalen Prozesse vornehmen. Bisher ging man davon aus, das diese Steuerungen nur durch das sogenannte „Feuern“ der Neuronen (elektrische und magnetische Felder) geschehen. Dieses alte Modell wurde durch die neurochemischen Prozesse erweitert. Michael Persingers Forschungen basieren auf der Beobachtung von abnormalen elektromagnetischen Schwankungen der Erdmagnetfelder, die durch Sonneneruptionen hervorgerufen werden.

Unbestritten ist das Gehirn ein sehr empfindliches elektromagnetisches Organ. A.H. Frey et al.[7] entwickelten ein Wirkungsmechanismus über die Interaktionen zwischen den sonneninduzierten Schumann-Resonanzfrequenzen und dem Gehirn. Diese Forscher wiesen die Zusammenhänge der sonneninduzierten Schumannfrequenzen und ihre Wirkungen auf die hirneigenen Neurotransmitter und der Hormone nach. Ähnlich wie die Ergebnisse bei den oben genannten Tierversuchen hat sich gezeigt, dass Schumann-Wellen in den Gehirnen von Menschen die Produktion von Melatonin und Serotonin, Dopamin und Opiat-Systeme, beeinflussen. Allein diese Neurotransmitter sind mit unseren Stimmungen und geistigen Zuständen verbunden. Nach eigenen Angaben erfolgt dieser Effekt durch Interferenzen zwischen den hirneigenen em-Frequenzen und den äußeren em-Frequenzen, wobei der Produktion von Kalzium-Ionen eine wichtige Rolle zukommt. Dass es nachgewiesene Unterschiede zwischen starken und schwachen, bis normalen geomagnetischen Aktivitäten und ihre Wirkungen auf unsere Psyche gibt, belegt der folgende Bericht.

Zwei Forscher der National Academy of Sciences von Azerbaijan Medical[8] untersuchten den Einfluss von geomagnetischen Stürmen verschiedener Intensitäten auf das menschliche Gehirn. In dieser Studie schaute man im Schwerpunkt auf den funktionellen Zustand des Nervensystems bei gesunden Erwachsenen Frauen. Festgestellt wurde, dass schwache und moderate geomagnetischen Stürme keine wesentlichen Änderungen in der neuronalen Aktivität des Gehirns verursachen, während wiederum starke geomagnetische Störungen die neuronale Aktivität negativ beeinflussten. Die geomagnetischen Störungen führten bei den untersuchten Probanden zu negativen emotionalen Zuständen (sie fühlten sich u.a. antriebslos und unmotiviert).

Grafik: Ein geomagnetischer Sturm verändert die Gehirnwellen eines hiervon betroffenen Menschen. Diese Gehirnstrommessung (EEG) zeigt eine auffällige Hyperventilation des Probanden.


[1] Geddes LA (1991): History of magnetic stimulation of the nervous system. J Clin Neurophy-siol 8:3-9.

[2] George MS, Nahas Z, Bohning DE, Shastri A, Teneback C, Roberts DR, Speer AM, Lorber- baum JP, Vincent DJ, Owens SD, Kozel A, Molloy M, Risch SC (2000a): TMS and neuroi- maging. In George MS, Belmaker RH (eds), Transcranial magnetic stimulation in neuropsychiatry. Whashington D.C.: American Psychiatric Press.

[3] Bickford RG (1987): Magnetic stimulation of human peripheral nerve and brain: Response enhancement by combined magnetoelectrical technique. Neurosurgery 20:110-116.

[4] Ben-Shachar D, Belmaker RH, Grisaru N, et al. (1997): Transcranial magnetic stimulation induces alterations in brain monoamines. J Neural Transm 104:191-197.

[5] RIP 1985, s. 32 (Abstract). Scarecrow Press, Metuchen, NJ, S. 32.

[6] Journal of the American Society for Psychical Research, 82, 193-215.

[7] Frey, A.H., 1995: „On the nature of electromagnetic field interactions with biological systems“. Springer-Verlag, New York and R. G. Landes Co, Austin.

[8] Elchin S Babayev* und Aysel A. Allahverdiyeva°: Effects of geomagnetic activity variations on the physiological and psychological state of functionally healthy humans: Some results of Azerbaijani studies Advances in Space Research Volume 40, Issue 12, 2007, Pages 1941–1951  * Shamakhy Astrophysical Observatory (ShAO) named after N. Tusi, Azerbaijan National Academy of Sciences, 10, Istiglaliyyat Street, Presidium of Academy, Baku AZ-1001, The Republic of Azerbaijan  ° Institute of Physiology named after academician A.I.Garayev, Azerbaijan National Academy of Sciences, 2, Sharif-zadeh Street, Baku AZ-1100, The Republic of Azerbaijan

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