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Resignation führt zu Fatalismus. Ein fatalistischer Mensch überlässt sich dem Schicksal. Menschen resignieren, wenn ihr Lebenssinn zerstört ist oder sie den Leidensdruck nicht mehr aushalten können. Wenn sich ein Mensch aufgegeben hat, hat er den Glauben an seine Macht als Schöpfer verloren.

Liebe Freunde,

jeder von uns wird Momente aus seinem eigenen Leben kennen, in denen der Boden unter den Füssen verloren schien und er sich vollkommen machtlos fühlte. Solche Erfahrungen scheinen in dieser Welt (der künstlichen Matrix) irgendwie dazuzugehören. Die meisten haben es immer wieder geschafft, aus dieser Resignation herauszukommen und neue Hoffnung geschöpft – durch Einfluss unseres Wesenskerns, unserer Seele.

Sind die Erfahrungen von Verzweiflung und Resignation erforderlich um uns von der Vorherrschaft eines dominierenden Egos zu befreien? In vielen Selbsthilfebüchern wird auf die Bedeutung des sogenannten „Loszulassens“ eingegangen. Bis vor einigen Jahren konnte ich mit diesem Wort recht wenig anfangen. Es hatte für mich einen eher theoretischen Wert. Im Verlauf der Jahre wurde mir deutlich, dass damit zwei grundsätzlich verschiedene Einstellungen gemeint sein können. Die innere Haltung des „Loslassens“ entscheidet darüber, ob wir uns dem Schicksal – und damit der künstlichen Matrix – überlassen, oder, ob wir uns von unserem dominierenden Ego befreien wollen. Ein solches „Loslassen“ erfolgt durch die Erkenntnis, dass es, außer meinem Verstand und meinem Ego noch etwas gibt, was mich im Wesenskern ausmacht. Mein göttliches Selbst. Wenn mein Eindruck zutrifft, dann reift diese Selbst-Erkenntnis in immer mehr Menschen zur Gewissheit.

Der-verratene-Himmel-Dieter-BroersSeit einigen Wochen befinde ich mich wieder in Griechenland, meiner gefühlten Wahlheimat. An einigen alten Orten dieses Landes fühle ich immer noch den Geist der alten Helenen. An diesen ganz besonderen Orten habe ich fast alle meiner bisherigen Bücher geschrieben. Deshalb schreibe ich die Fortsetzung des letzten Buches „Der verratene Himmel“1 auch wieder an einem solchen „Platz der Inspirationen“2.

Natürlich haben die letzten Jahre Griechenland besonders hart getroffen. Das altgriechische Wort Krise3 (Krisis) nimmt hier zwar kaum noch jemand in den Mund, jedoch ist der tiefe Schmerz fast überall zu fühlen. Glaubt man den Gesprächen, die in den Tavernen von älteren Herren geführt werden, scheint hier jeder genau zu wissen, dass sie Opfer der erbarmungslosen Strukturen geworden sind. Von Strukturen und Verhältnissen, die von Menschen missbraucht werden, die einen skrupellosen Raubtierkapitalismus4 betreiben. Von den Bergbauern und Ziegenhirten einmal abgesehen, scheint sich in diesem Land eine Resignation breit gemacht zu machen. Resignation ist etwas, was ich grade von den Griechen überhaupt nicht kannte. Meiner Beobachtung nach drückt sich diese Resignation bei vielen Menschen in einer fatalistischen5 Haltung aus. Natürlich beschränkt sich ein fatalistisches Verhalten nicht nur auf eine Nation wie Griechenland. Eine Resignation der Menschen finden wir in zahlreichen Ländern. Sie tritt meisten dann auf, wenn Menschen ihren Lebenssinn verlieren, oder ihr Leidensdruck zu stark ist.

Viele haben sich angewöhnt, Glück und Unglück als Schicksal zu betrachten. Einer der Väter Griechenlands versuchte dieses menschliche Verhalten mit einem Gleichnis zu beschreiben. Der Philosoph Platon wusste von seinem Lehrer Sokrates, dass sich die Menschen in einem halbschlafähnlichen Zustand befinden; und sich deswegen ihre Handlungen von einem hohen Maß an Unbewusstheit ausdrücken. Nach dem Höhlengleichnis von Platon leben die Menschen in einem halbschlafähnlichen Zustand. Für Sie erscheint ihre wahrgenommene Welt real; sie erkennen nicht, dass ihre Realität nur ihre Deutungen der Schatten sind.

Und doch erkenne ich zunehmend eine immer größere Zahl von Menschen, die eine ganz andere Haltung zu ihrem Leben einnehmen! Sie durchschauen die Strukturen der seelenlosen Matrix. Daher ist der Prozess ihrer sich entfaltenden Selbsterkenntnis von so großer Bedeutung, die sich – worauf ich immer wieder hinweise – von einer Selbstwahrnehmung des (als Selbst getarnten) Egos deutlich unterscheidet. Sie erkennen die wahre Bedeutung ihres Selbst. Ein Mensch, der sich dem Schicksal überlässt, hat sich aufgegeben, aber ein Mensch, dem es gelingt, sich aus der Knechtschaft seines Egos mit seinen Vorstellungen über das, was sein sollte zu befreien und zu erkennen, was wirklich IST, hat sich gewonnen.

Me Agape
Dieter Broers

 

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