Von Mythen und Fakten der Zirbeldrüse (1.Teil) | Dieter-Broers.de

zirbeldruese2-1Über dieses besondere Hirnorgan wurde in den letzten 10 Jahren in den Fachjournalen und in den Medien bereits so umfangreich berichtet, dass selbst Zirbeldrüsenspezialisten durcheinander kommen können. Die kaum noch zu überschauende Menge an Informationen stellt in diesem Fall tatsächlich ein Hindernis auf dem Weg zur Faktenermittlung und -bewertung dar, denn bei dieser Datenflut kann man kaum noch zwischen Meinungen und Fakten unterscheiden. Selbst wenn man die Primärquellen und Fakten zu einer Analyse heranzieht, stellt sich öfters heraus, dass es sich bei der einen oder anderen sicher geglaubten Quelle um Desinformationen oder um inzwischen widerlegte Forschungsergebnisse handelt. Meiner heutigen Darstellung liegen alle Inforationen und Erkenntnisse zugrunde, die ich seit 1984 sowohl im Zusammenhang mit Forschungsprojekten, an denen ich beteiligt war, wie auch bei privaten Recherchen zum Zirbeldrüsenthema sammeln konnten.

In den ersten acht Jahren meiner Forschungsarbeit lag mein Schwerpunkt auf den Wirkungen von elektromagnetischen Feldern (genauer: EM-Wechselfeldern, E-Feldern und Magnetfeldern) auf die Zirbeldrüse. Ich bin sehr dankbar, dass ich mit Naturwissenschaftlern forschen durfte, die auf diesem Gebiet zu den führenden Forschern zählten. Was ganz besonders für Prof. Dr. Peter Semm gilt. Peter Semm entdeckte als erster die Zusammenhänge zwischen dem Erdmagnetfeld und der Zirbeldrüse. Ihm gelang der Nachweis anhand eines Experiments mit Brieftauben (die für ihren guten Orientierungssinn bekannt sind) und seine Entdeckung war der Durchbruch für ein neues Verständnis für die Funktion der Zirbeldrüse, die zuvor von der Schulmedizin eher als ein relativ nutzloses Hirnorgan betrachtet wurde. Da Peter Semm seine Entdeckung 1979 in einem der begehrtesten (und konservativsten) Fachjournale – Nature – veröffentlichte, blieb es nicht aus, dass die Zirbeldrüse zu einem der lohnenswertesten Forschungsobjekte wurde.

Am erstaunlichsten finde ich jedoch etwas anderes; im selben Journal erschien noch im gleichen Jahr auch eine Studie über die Korrelationen zwischen plötzlichen Veränderungen der Erd-Magnetfelder (z.B. durch starke Sonnenstürme) und der menschlichen Gesundheit und ihr Verhalten gefunden. Zu den signifikanten Auffälligkeiten zählten: Geburtsraten und Todesfälle, Epilepsie, Häufigkeit von Mord-Delikten, und Einlieferungen in psychiatrischen Krankenhäusern1. Offiziell dauerte es jedoch noch etliche Jahre, bis man eine haltbare Erklärung für dieses Phänomen hatte. 1994 wurde eine Studie in The British Journal of Psychiatry veröffentlicht, in der man die menschliche Zirbeldrüse für derartige merkwürdigen Auffälligkeiten verantwortlich machte. Nach intensiven erdmagnetischen Schwankungen wurden 36% mehr Patienten, die unter einer manischen Depression litten, in die Psychiatrie eingeliefert. In der erwähnte Studie wies man darauf hin, dass die Zirbeldrüse als eine Art Empfängerorgan für die Veränderungen magnetischer Feldverhältnisse fungieren könnte1.

Von der Öffentlichkeit unbemerkt blieben die „unbestreitbaren Beweise“2 für diese Vermutung, die bereits drei Jahre zuvor, nämlich 1991 auf einem DFG-Rundgespräch3 vorgelegt wurden. Peter Semm, der seinerzeit am Neurologischen Universitätsklinikum Frankfurt tätig war, trug auf diesem Treffen eine Sammlung von Studien von 25 Naturwissenschaftlern vor. Hierzu ein kurzes Zitat von Prof. Dr. Peter Semm:

„Zum Thema „Wirkungsmechanismen elektromagnetischer Felder mit zellulären Systemen“ fand ein interdisziplinäres Treffen statt, zu dem auf Initiative einiger Wissenschaftler* die Deutsche Forschungsgemeinschaft eingeladen hatte. 25 Forscher aus den Fachgebieten Biologie, Chemie und Physik waren beteiligt. Nach Bewertung des vorliegenden experimentellen Materials und einer Erörterung der möglichen Wirkungsmechanismen ist es jetzt unbestreitbar, daß unter ausgewählten Bedingungen nichttermische Wirkungen von elektromagnetischen Feldern auf lebende Zellen ausgehen.
Diese Einsicht ist durch eine seit ca. zehn Jahren kontinuierlich gewachsene Zahl positiver Befunde an verschiedenen Zellsystemen gereift. Wesentliche Erkenntnisse ergaben sich bei der Untersuchung der Zelldifferenzierung von Fibroblasten, der Genexpression
1 und des Kalziumhaushalts in Lymphozyten und anderen Zellen, sowie der Zellzykluszeit von Lymphozyten und Hefe; weiterhin wurden eindeutige neuronale Antworten im Zentralnervensystem sowie eine Reduktion der Synthese des Hormons Melatonin beobachtet.“2

Dieser letzte Satz ist für unser heutiges Thema sicherlich am wichtigsten. Das Lebenswichtige Hormon Melatonin wird nämlich überwiegend in der Zirbeldrüse produziert. Hier findet die sogenannte Synthese von Melatonin statt. Als Synthese bezeichnet man die Vereinigung (Umsatz) von zwei oder mehr Elementen (Bestandteilen) zu einer neuen Einheit. Da sich im gleichen Hirnorgan aus Melatonin die psychoaktiven Neurotransmitter4 bilden, ist diese Aussage für uns besonders bedeutsam. Als psychoaktive Substanz, bzw. psychotrope Substanz5 wird ein Wirkstoff bezeichnet, der die menschliche Psyche beeinflusst.

Von der Zirbeldrüse werden genau die Neurotransmitter produziert, die es uns ermöglichen, uns über den Tellerrand eines vom bloßen Verstand geleiteten Agierens zu erheben und uns wie Wesen zu verhalten, deren Handeln von ethischen Werten geprägt ist.

Dem besseren Verständnis nach könnte man vereinfacht sagen, dass unser Körper Moleküle der Gefühle, und Moleküle des Geistes produziert. Zusammengefasst werden sie alle als Neurotransmitter (und/oder Hormone) bezeichnet. Wenn wir beispielsweise Hunger haben, oder Durst, dann vermitteln uns die entsprechenden Neurotransmitter hierfür die Signale. Selbst noch so differenzierte Vorlieben „unseres“ (?) Appetits z.B. werden uns durch einen Cocktail von passenden Neurotransmittern vermittelt. Die andere Klasse von Botenstoffen ermöglicht uns unterschiedliche Grade unserer Bewusstheit. Das ist die Klasse der „spirituellen Moleküle“ – wie Dr. Rick Strassman sie bezeichnet.6 Die meisten dieser „spirituellen Moleküle“ produziert unsere Zirbeldrüse. In diesem Sinne ist unsere gut funktionierende Zirbeldrüse von größter Bedeutung.

Bedauerlicherweise existiert eine – auf den ersten Blick – fast unüberschaubare Anzahl an Einflüssen, die unsere so besondere Drüse belasten und somit ihre Funktionen entsprechend mindern. In diesem Artikel kann ich natürlich nicht auf alle Details eingehen; möchte mich deswegen auf das Wesentliche konzentrieren. Aus praktischen Gründen werde ich Euch später ein paar Internetseiten empfehlen – man muss das berühmte Rad ja nicht mehrfach erfinden.

In diesem Artikel möchte ich im Schwerpunkt über diejenigen Informationen schreiben, die versteckt oder kaum im Internet zu finden sind. Hierzu zählen meine Forschungen über die Wirkungen von elektromagnetischen (sowie von elektrischen und magnetischen) Feldern auf unser Nervensystem. So war es für mich naheliegend, Euch zu Beginn über die Einflüsse von physikalischen Feldern zu informieren. Wie Ihr soeben lesen konntet, beeinflussen bestimmte EM-Felder unsere Zirbeldrüsenfunktionen auf unterschiedliche Weise.

Wie jedoch so oft bei allen Lebewesen, entscheiden Frequenz und Intensität von Felder darüber, ob sie nutzen oder störend (bis zerstörend). Die Naturfelder der Erde sind uns dienlich und sogar lebensfördernd, während widernatürliche Frequenzen Gegenteiliges bewirken können. Um meinen Schwerpunkt dieses Artikels nicht auf die von außen einwirkenden elektromagnetischen Felder zu richten, möchte ich es vorerst einmal hiermit belassen.

 

(1) Excerpted from Melatonin: Your Body’s Natural Wonder Drug, Chapter 14, pages 170-173.

(2) Einladung zum DFG-Rundgespräch

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(3) Deutsche Forschungsgemeinschaft: http://www.dfg.de

(4) Neurotransmitter (von altgriech. νεῦρον neuron ‚Sehne‘, ‚Nerv‘ und lat. transmittere ‚hinüber schicken‘, ‚übertragen‘) sind biochemische Botenstoffe, die an chemischen Synapsen die Erregung von einer Nervenzelle auf andere Zellen übertragen (synaptische Transmission).

(5) Plural: Psychotropika; von altgriechisch psȳchḗSeele

(6) Strassman, Rick (2001). „Part I: The Building Blocks; Chapter 3: The Pineal: Meet the Spirit Gland“. DMT: The Spirit Molecule. Rochester, VT, USA: Park Street Press. p. 61. ISBN 0-89281-927-8. („Chapter summaries“. Retrieved 27 February 2012.)

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