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Liebe Freunde,

so trivial die Frage auch erscheinen mag, wissen wir eigentlich, was wir wirklich wollen? Seit etwa einem Jahr stelle ich diese Frage in jedem meiner Vorträge und Seminare. Ich bin immer wieder erstaunt, wie ungenau, oberflächlich und schwach die Antworten kommen; so, also ob man das erste Mal mit dieser Frage konfrontiert würde. Die ersten zaghaften Antworten wie „mehr Urlaub“ und „mehr Geld“, „Frieden“ und „Gesundheit“, scheinen offenbar als erstes auftauchen, doch erkennen die Befragten oftmals sehr schnell, dass es hierbei eher um Hoffnungswünsche als um authentische und ernsthafte Maximen geht. Und, sind das wirklich all unsere Wünsche? Aber sind es tatsächlich die erstrebenswerten Ziele, wofür wir uns ein Leben lang auf die Suche gemacht haben? An den Aussagen der befragten Personen ist auch zu erkennen, dass wir zwar eher wissen was wir nicht wollen, als umgekehrt; keinen Krieg, keine Krankheit, keinen Hunger, keine Armut usw.

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Nehmen wir eines der häufigsten Wünsche „Ich wünsche mir keinen Krieg“ oder „Ich wünsche mir eine Welt ohne Krieg“. Bei dieser Wunschaussage schwingen die Bildenergien des Krieges mit. Ein verneinendes „keinen“ oder „ohne“ kann sich nicht transformieren. Ein kein bzw. ohne ist eben nicht bildlich vorstellbar ohne einen Bezug (in diesem Fall eben der Krieg). All das gilt natürlich auch für sogenannte „gute“. „Ich wünsche mir eine gute Welt“ muss erst durch unsere Vorstellung mit dem Inhalt des Guten gefüllt werden. Das Gute sollte aus dem Herzen kommen. Es liegt auf der Hand, dass eine derartige Haltung nicht unbedingt ausreicht, um eine bessere Welt zu erschaffen. Um erkennbare und nachhaltige Wünsche zu realisieren bedarf es klarer und ausdrucksstarker Gedanken.

Sie sollten sich deutlich durch die Intensität von einer zaghaften Hoffnung unterscheiden. Darüberhinaus basieren die geistigen Schöpfungsprozesse auf eine bildhafte und emotionale Art der Gedanken; mit anderen Worten, Gedanken sollten gesehen und gefühlt werden – einfach nur ein Wort auszusprechen wird da wohl kaum zu Erfolg führen. Ebenso werden unsere Ziele kaum erreicht werden, wenn wir Attribute wie gut, oder schön benutzen, beispielsweise „Ich wünsche mir eine gute, oder heile Welt“  wird allein schon aus dem Grunde keine erkennbaren Veränderungen bewirken. Allein schon deswegen, weil das Gute bzw. das Heile keine Bildhaftigkeit hat. Wie kann man sich das Gute auch vorstellen, außer an bildhaften Beispielen, indem das geschieht, was ich für das Gute halte. Das Schöpfungsgesetz – bzw. die Realitätsbildung – basiert nach dem Prinzip Geist erschafft Realität. In dieser Realitätsgestaltung ist natürlich auch die Gestaltung der Materie enthalten. „Das, was wir als Materie bezeichnen, unterliegt einem Wirkprozess, der von den geistigen Dimensionen gesteuert wird. Von der Entstehung bis zur Steuerung der materiellen Welt entspringt alles den geistigen Dimensionen“  schrieb der Physiker Burkhard Heim und leitete diese Aussage  aus seinen Berechnungen her.

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Wenn wir also unsere Schöne neue Welt erschaffen wollen, sollten wir das Schöne so genau wie möglich definieren, also mit Inhalten füllen. Je stärker unsere Wünsche von Gefühlen der Freude angehoben werden, desto deutlicher und schneller werden sie in unsere wahrnehmbare Realität treten. Gefühle sind die treibende Kraft, die Energie, die eine Realisierung unserer Gedanken erst ermöglicht. Mich hat wohl als Erster der Philosoph Immanuel Kant[1] auf diesen wichtigen Aspekt aufmerksam gemacht.

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Zitat von Immanuel Kant

Mehr intuitiv erkannte ich bereits in meiner Jugend die elementare Bedeutung seines kategorischen Imperativs[2], der in seiner Grundform lautet: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“

Bei dieser Maxime geht es nicht nur um die Gestaltungskraft unserer Wünsche. Ebenso legte Immanuel Kant mit dieser Aussage auch eine Grundlage für die Ethik.

 

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Liebe Freunde,

in meiner Zielmanifestation gehe ich in den Zustand der tiefen Freude (die ich Liebe in Aktion nenne) und verbinde diese Freude mit meiner bildhaften Welt. Die Antwort auf meine Frage: „Wissen wir eigentlich was wir wirklich wollen?“ hängt von der Intensität und Klarheit unserer Wünsche ab. Hoffnung und Zuversicht werden nicht mehr ausreichen, um diese Welt wieder in Ordnung zu bringen. Es liegt also nur an uns und der Klarheit und Ernsthaftigkeit unserer Wünsche wohin unsere Reise gehen wird…

Me Agape

Euer

Dieter Broers

 

Zusatz:

Gibt es eigentlich das Gute an sich?

Der berühmte Satz von Goethes Mephisto „Ich bin die Kraft, die stets das Böse will und doch das Gute schafft“ ist im Grunde eine Rechtfertigung und ein Betrug des luziferischen Egos, unserer künstliches Ego-Programmierung.  Letztlich hat das Böse noch nie etwas Gutes geschaffen, so wie Dunkelheit noch nie Licht hervorgebracht hat. So spricht mir Armin Risi aus meinem Herzen, wenn er schreibt:

Es hat immer wieder nur einzelne Menschen gegeben, die in solchen Situationen für sich das Gute, den göttlichen Sinn erkennen. Dieses Gute wurde aber nicht vom Bösen geschaffen, sondern von jenen Menschen, die sich vom Bösen nicht beeinflussen und nicht brechen ließen. Was jedoch nur möglich war, indem sie ihre innere Verbindung zur göttlichen Quelle, die sowohl Liebe als auch Gnade umfasst.

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant

[2] Der Begriff wird in Kants Grundlegung zur Metaphysik der Sitten (GMS) vorgestellt und in der Kritik der praktischen Vernunft (KpV) ausführlich entwickelt.

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