Ändere die Welt!

Ziegler AendereLiebe Freunde,
Anfang März 2015 veröffentlichte Jean Ziegler* ein Buch mit dem Titel: „Ändere die Welt!: Warum wir die kannibalische Weltordnung stürzen müssen“. Für Bemerkenswert halte ich nicht nur diesen Aufruf, sondern vor allem seine Popularität. Bereits nach etwa drei Wochen landete dieses Buch unter die Top 10 der Spiegel Bestsellerliste und bei Amazon auf Nr. 1 in Politik & Wirtschaft. Nun ist dieser Autor allerdings ein Schwergewicht in Sachen der Aufklärungen von Unterdrückung und Missbrauch. Jean Ziegler ist ein international geachteter Soziologieprofessor und derzeitiges Mitglied des UN-Menschenrechtsrates. Zudem war Professor Ziegler bis 1999 Nationalrat im Parlament der Schweizer Eidgenossenschaft. Seine Forschung wurden von einer Freundschaft zu Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir geprägt.
Im Pressetext zu seinem neuen Buch heißt es:
„Ändere die Welt!: Warum wir die kannibalische Weltordnung stürzen müssen. Die Kriege sind zurück, Hunger und Not gehören auch in Europa wieder zum Alltag, aufklärungsfeindliches Denken gewinnt an Boden. Die Welt verfügt zum ersten Mal in ihrer Geschichte über die Ressourcen, Hunger, Krankheit, Tyrannei auszumerzen; und doch wird der Kampf um knappe Güter menschenverachtend in immer neuen Dimensionen ausgetragen.“
Und:
„Jean Ziegler, der seit Jahrzehnten Elend, Unterdrückung und Ungerechtigkeit anprangert, blickt zurück und befragt sich selbst, was er mit seiner wissenschaftlichen und politischen Arbeit bewirkt hat. Warum gelang es den Menschen in den westlichen Gesellschaften bisher nicht, ihre inneren Ketten abzuschütteln, die sie hindern, frei zu denken und zu handeln? Ziegler ruft dazu auf, die Welt zu verändern und zu einer sozialen Ordnung beizutragen, die nicht auf Beherrschung und Ausbeutung basiert. Seine Hoffnung richtet sich auf eine neue weltumspannende Zivilgesellschaft, die antritt, die Ursachen der kannibalischen Weltordnung zu bekämpfen.“
Auf der Seite zum Buch bei Amazon können wir nähere Informationen von Lesern dieses Buches erfahren. Exemplarisch erscheint mir eine Rezension von Martin Besecke (ich habe mir erlaubt, die mir besonders wichtigen Passagen hervorzuheben):
„Jean Ziegler ist ein profunder Kenner der bestehenden globalen systemischen und institutionellen (Macht-)Strukturen, wie er in diesem sehr autobiografischen Buch zeigt und beschreibt. Sein jahrzehntelanges Wirken in diesen Strukturen hat aber leider gezeigt, dass seine Arbeit nur äußerst wenig bewirkt und verändert hat, denn das Denken, Sehen und Handeln der politischen und wirtschaftlichen Machteliten funktioniert nach ganz anderen Regeln und Gesichtspunkten. Ja, man muss sich sogar zu der Erkenntnis durchringen, dass das Handeln der globalen Lenker nicht von irgendetwas oder bestimmten Mechanismen erzwungen wird, sondern aus ihrem eigenen Inneren entspringt.
Oder anders ausgedrückt, sie wollen auch so handeln, wie sie es tun. Aus dem Scheitern seiner Arbeit ist Jean Ziegler zu der Erkenntnis gelangt, dass von „Oben“ einfach nichts an Änderung zu erwarten ist und so fordert er mit diesem Buch in einem flammenden Appell die Zivilgesellschaft, die Bevölkerungen dazu auf Widerstand zu leisten, um nicht sogar zu sagen, dass er zur Revolution aufruft, als einzige Chance an den bestehenden Verhältnissen noch etwas verändern zu können. Dieses Buch räumt mit vielen naiven Vorstellungen auf, wie man das System ändern und damit die Welt erneuern könnte. … Ebenso wird hier das eigene Menschenbild zur Überprüfung gestellt, ob man einem eher idealisierten Menschenbild nachhängt oder ganz nüchtern die Grenzen der Realität Mensch erkennen und annehmen kann.“
Obwohl ich dieses Buch noch nicht selber gelesen habe, sehe ich in seiner Veröffentlichung ein deutliches Zeichen der Wandlung. Indem eine Veröffentlichung mit derartigen Aussagen überhaupt erscheinen konnte und es von so zahlreichen Käufern – innerhalb einer so kurzen Zeit – gelesen wurde! Besonders der letzte Satz des Lesers Martin Besecke erregte meine Aufmerksamkeit. Worte wie „…das eigene Menschenbild zur Überprüfung gestellt“ und „…die Grenzen der Realität Mensch erkennen und annehmen kann“ zählen zu den Kernthemen meines neuen Buches „Der verratene Himmel – Rückkehr nach Eden“.
Ziegler spricht in seinem Buch davon, daß der Mensch seine Grenzen erweitern müsse. Eine bloße Erweiterung unserer bisherigen Grenzen wird sicher zu einer nachhaltigen Wandlung nicht ausreichen. Es würde mit der Gefahr einhergehen, daß wir möglicherweise nur die Strukturen der Matrix erweitern würden. Es bedarf vielmehr einer fundamentalen Auflösung der bestehenden Grenzen. Unsere bisherigen Begrenzungen wurden von einer seelenlosen Herrschergesellschaft geprägt. Sie suggerierte uns die Dogmen von Schuld, Unvermögen und Ohnmacht. Und sie profitiert davon, daß die Menschheit – u.a. auch bedingt durch die Verherrlichung des Egos, das sich als Illusion entlarvt und durch die Verinnerlichung einer falscher Schuldzuweisung (Erbsünde) zu einer wahren Selbst-Erkenntnis (noch) nicht imstande ist und sich so ihrer wahre göttliche Natur praktisch selbst vorenthält. Um eine solche Auflösung unsere (künstlichen) Begrenzungen zu bewirken, bedarf es der Erkenntnis unserer wirklichen Unbegrenztheit. Es geht bei diesem Prozess nicht um den Kampf gegen etwas, auch nicht um den Kampf gegen die Kräfte, die von unseren künstlichen Begrenzungen profitieren. Es geht um die Integration aller Aspekte der menschlichen Existenz, auch der dunkelsten und darum, die Schattenseiten unseres Daseins auszuleuchten, anzunehmen und aufzulösen, um uns dadurch vom Leid zu befreien.
Me Agape.
Dieter Broers
*Jean Ziegler, geboren 1934, wurde in jungen Jahren geprägt von seiner Freundschaft zu Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir sowie durch einen zweijährigen Afrika-Aufenthalt. Der Soziologieprofessor an der Universität Genf war bis 1999 Nationalrat im Parlament der Schweizer Eidgenossenschaft. Seine Publikationen wie »Die Schweiz wäscht weißer« und »Die Schweiz, das Gold und die Toten« haben erbitterte Kontroversen ausgelöst. Zuletzt erschien der Besteller »Wir lassen sie verhungern« (2012) im C. Bertelsmann Verlag. Ziegler ist derzeit Mitglied des UN-Menschenrechtsrates


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